"With a little help from my Flönz"

Senatorenfrühschoppen mit Spitzenprogramm

Endenich. Der wievielte Frühschoppen der Senatoren der KG Narrenzungt war das eigentlich? Selbst Senatssprecher Arno Hospes weiß es nicht so genau. Deutlich über 30 sind es auf jeden Fall schon gewesen. Fest steht auch, der Frühschoppen gehört seitdem mit zum Feinsten, was der Bonner Sitzungskarneval zu bieten hat. Immer wieder gelingt es den Senatoren, unverbrauchte Gesichter zu präsentieren. Frisch von den Vorstellabenden engagiert, sieht man hier vieles, was später die großen Bühnen erobert. So feierte hier Guido Cantz ebenso erste Erfolge wie der „Blötschkopp“ alias Marc Metzger.

Und auch dieses Jahr hieß es: Bude voll, Stimmung großartig in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Springmaus. Ehrensenator Horst Bachmann hatte wieder ein Programm zusammengestellt, das sich hinter den ganz großen Bühnen nicht zu verstecken braucht.

Den Auftakt macht die hauseigene Kindertanzgruppe der KG Narrenzunft. Die hat sich in den letzten Jahren erfreulich gemausert und legte einen professionellen Auftritt hin mit vielen tänzerischen Finessen. Hier wurde unter Leitung von Susanne Sommershof im Beethovenjahr die Ode an die Freude schmissig umgesetzt. Und Solotänzer Robin wirbelte und sprang über die Bühne, dass es den Zuschauern schwindlig wurde. Hochprofessionell auch die Darbietungen der Höppemötzjer, der Jugendtanzgruppe der Kölner Altstädter und der Husaren Schwarz-Weiß aus Siegburg. Ihre Tanzdarbietungen grenzten schon an´s Artistische. Da wurde die Bühne fast zu klein für all die gewagten Sprünge, Hebefiguren und Pyramiden.

Musikalisch präsentierte die 15-jährige Josephine Ohly mit Stimme und Violine Kölsch met Hätz. Tino Selbach, besser bekannt als der kölsche Tenor ,demonstrierte , wie kölsche Klassiker zu Opernarien werden und wie man dazu schunkeln kann.

Großen Raum bietet man hier auch den Büttenrednern, einer Spezies, die im Party-Karneval oft arg kurz kommt. Zu Unrecht, denn sie sind es, die das Publikum durch Lachen erst so richtig in Stimmung bringen. Das gelang Bauchredner Peter Kerscher mit seiner Kuhpuppe „Dolly“ vorzüglich. Diese Kuh ist einfach nicht zu bremsen. Dolly, charmante und rotzfreche Partnerin von Peter Kerscher, bombardiert die Lachmuskeln Ihres Publikums mit einem Dauerfeuer an flotten und reichlich respektlosen Sprüchen.

Ralf Knoblich als „Dä Knubbelisch vum Klingelpütz“ weiß, wovon er spricht. Im wahren Leben Justizvollzugsbeamter vertritt er auch in der Bütt diesen Beruf und lässt seine Zuhörer an Erlebnissen mit „gesetzlich ausgerutschten Mitmenschen“ teilhaben. Seine Ansprache ist hart, aber herzlich und sehr kölsch.

Was haben Rainer Calmund, Herbert Grönemeyer, Joe Cocker, Hans Albers oder auch Udo Lindenberg gemeinsam? Sie sind Kunde der Landmetzgerei von Mac (Matthias) Kalenberg. Und was so passiert, wenn sie die Spezialitäten im Lädchen auswählen, das wird gekonnt von dem Büttenredner aus Rheinbach in Szene und in Stimme gesetzt. Das fing zunächst traditionell-derb an und steigerte sich bei den Stimmenimitationen des Landmetzgers zu einem brillant komödiantischen Crescendo. Erntete schon seine Heinz-Erhard-Parodie Lachstürme, so gab es bei der Imitation von Joe Cocker kein Halten mehr. Seine Adaption eines der bekanntesten Titel des Stars, nur leicht umgewandelt in : „With a little help from my Flönz“, riß das Publikum von den Stühlen. Standing ovations!

Es war diese Mischung  aus jungen, innovativen Beiträgen und Traditionellem, die die Zuschauer auch dieses Mal wieder begeisterte. Und sie dürfen sich schon auf die Fortsetzung freuen. Am 7. Februar 2021 laden die Senatoren wieder zu ihrem Frühschoppen ein

(Text: Christine Strunck-Heines)

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05 Apr 2020;
14:00 - Uhr
Abgesagt: Ostereierschießen
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Abgesagt: OAS: Maiansingen
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