Seit Jahren sind Knubbelefutz und Schmalbedaach immer wieder gerne gesehene Gäste. Renate Heymans und Dieter Schmitz sind herausragende Akteure des leisen, feinen Vortrags im Fastelovend des Köln-Bonner Raums. Das Paar aus Rhöndorf macht großartigen Blödsinn, verbindet diesen zudem immer wieder auch mit großen Gefühlen und zu Herzen gehender Poesie. Bei ihrem diesjährigen Auftritt beim karnevalistischen Frühschoppen der Senatoren der KG Narrenzunft in der Springmaus verband sich die Freude an ihrem bezaubernden Auftritt mit etwas Wehmut. Denn es war ihr letzter Auftritt vor großem Publikum.

Nicht nur die Besucher des Frühschoppens lieben sie und ihre Krätzcher, Verzällcher und Leedcher. Sie selbst sind auch immer gerne hier zu Gast gewesen, wie Renate Heymans nach der Veranstaltung erzählt. “Wir haben hier stets ein sehr aufmerksames und wertschätzendes Publikum gehabt“, sagt sie. Das brauchen die beiden auch. Denn man muss zuhören, um den feinen Humor genießen zu können – eine Tugend, die im lauten Ballermann-Karneval verloren gegangen ist.

Nun also zum letzten Mal in Endenich .Und die beiden gaben noch einmal alles. In einer Rückschau auf 18 Jahre Bühnentätigkeit präsentierten sie Bekanntes und weniger Bekanntes, wie die Elferratt, et Leedcher vom Papp und vieles andere. Den tosenden Beifall mit standing ovations konnten sie nur mit einer Zugabe stoppen. Die durften sich die Zuschauer wünschen. Nicht ganz einfach, es gibt so vieles, was man so gerne nochmal gehört hätte. So wurden unter anderem Rufe laut nach dem „Jotschingbon“. Das Rennen in der Zuschauergunst aber machte das Lied vom Usambaraveilchen. Damit gelang ihnen einst der Durchbruch im Kölner Karneval . Das kleine Liedchen über ein kleines Blümchen, das der nachlässige Nachbar während des Urlaubs verdorren lässt, ist bis heute ein Publikumsliebling geblieben. Und bildete damit den würdigen Rahmen für den Abschied eines liebenswerten Duos, das allen Karnevalisten unvergesslich bleiben wird.

Und auch das restliche Programm ließ keine Wünsche offen, Ehrensenator Horst Bachmann hatte es auch dieses Mal so gekonnt zusammengestellt, dass es sich hinter den ganz großen Bühnen nicht zu verstecken brauchte.

Großer Raum wurde wieder den Büttenrednern eingeräumt, eine Spezies, die im Party-Karneval oft arg kurz kommt. Zu Unrecht, denn sie sind es, die das Publikum durch Lachen erst so richtig in Stimmung bringen. Das gelang Bauchredner Peter Kerscher mit seiner Kuhpuppe „Dolly“ vorzüglich. Diese Kuh ist einfach nicht zu bremsen. Dolly, charmante und rotzfreche Partnerin von Peter Kerscher, bombardiert die Lachmuskeln Ihres Publikums mit einem Dauerfeuer an flotten und reichlich respektlosen Sprüchen.

Das gleiche galt für Annemie Krawschak, sie gilt dank ihres auffällig pinken Mantels als der Flamingo des Karnevals. Und verkörpert die alleinstehende, junge Dame aus dem Kölner Umland, die es nicht verstehen kann, dass die Männer noch immer nicht hinter ihr her sind. In ihrer Rede punktete sie mit Kuriosem aus dem Alltag, mit Schlagfertigkeit und Spontanität.

Jede Menge Lacher auch für „Der Een on der Anne“ Das herrlich bekloppte Duo stehen seit über 37 Jahren gemeinsam auf der Bühne. Udo Kohn und Thomas Berschbach sind zwei Profis des spontanen Witzes und begeisterten in der Springmaus vor allem durch ihre Spontanität.

Den tänzerischen Teil steuerten die hauseigene Tanzgruppe der KG Narrenzunft unter der Leitung von Susanne Sommerhoff und die Turmgarde Eitorf bei, und natürlich statten auch Prinz und Bonna einen Besuch ab.

Den furiosen Abschluss eines tollen Programms bildete der Auftritt vom „Hoot“, alias FM Willizil 20 Jahre gehörte er der kölschen Band „Höhner“ an , aus seiner Feder stammen unvergessliche Hits wie „Kumm, loss mer fiere", "Hey Kölle, do bes e Jeföhl", "Minsche wie mir" Die ließ er auch hier hören. Und keinen Zuschauer hielt es mehr auf seinem Stuhl.

CSH

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

   

   

 

 

Text und Fotos: Christine Strunck-Heines

 

 

 

   

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