Zweiwöchige Vollsperrung der Viktoriabrücke im Sommer 2020

Die Stadt Bonn plant eine zweiwöchige Vollsperrung der Viktoriabrücke im Sommer 2020. So sollen zeitliche Verzögerungen bei der seit Sommer 2016 laufenden Erneuerung der Stahlbrücke aufgrund der Coronavirus-Pandemie und aufgrund geänderter bzw. nicht genehmigter Sperrpausen der Deutschen Bahn vermieden werden.

Das vom Tiefbauamt für den derzeit laufenden Neubau der Osthälfte sowie den Abriss und Neubau der Westhälfte beauftragte Unternehmen hat aufgrund der Corona-Krise Baubehinderungsanzeige gestellt und Mehrkosten angemeldet. Durch die bestehenden Beschränkungen in der Produktion, Personalmangel und Wartezeiten an den Grenzen kann Material nicht fristgerecht geliefert werden. Darüber hinaus können ausländische Fachkräfte die Bonner Baustelle aufgrund von Reiseverboten nicht erreichen. So dürfen beispielsweise die benötigten Betonstahlbieger und –flechter aus Polen aufgrund des bestehenden Ein- und Ausreiseverbots nicht für die anstehenden Arbeiten nach Deutschland kommen. Damit verzögern sich sowohl diese als auch anschließend vorgesehene Arbeiten.

Außerdem werden die beauftragten Baufirmen durch verstärkte krankheitsbedingte Personalausfälle auf der Baustelle ausgebremst und der geplante Bauablauf kann nicht eingehalten werden. Damit könnte auch der vorgesehene Abschluss der Brückensanierung Ende 2021 ins Wanken geraten, sofern die jetzt eintretenden Verzögerungen im weiteren Baugeschehen nicht aufgefangen werden können.

Änderungen der DB-Sperrzeiten

Trotz der Corona bedingten Verzögerungen hofft das städtische Tiefbauamt, die nächsten erforderlichen Sperrpausen der stark befahrenen, unter der Brücke verlaufenden DB-Strecke noch zu erreichen. Dies wird allerdings dadurch erschwert, dass die DB unerwartet 12 der aktuell beantragten 39 Sperrpausen aufgrund von Abstimmungen mit DB-eigenen Baumaßnahmen (S13 und Hauptbahnhof) nicht genehmigt bzw. vorverlegen musste. Die Änderungen durch die DB waren in diesem Umfang durch die Stadt nicht vorhersehbar. Auch intensiv geführte Verhandlungen mit der DB konnten daran nichts mehr ändern.

Vollsperrung vom 19. Juni bis 3. Juli

Damit der Zeitplan - Fertigstellung der Brücke mit Rampe zum Kreisel am Alten Friedhof - zum 31. Dezember 2021 doch noch annähernd gehalten werden kann, planen Generalunternehmer und Tiefbauamt den Bauablauf derzeit in großem Umfang um. Nach momentanem Stand lässt sich der ohnehin enge Zeitplan nur durch eine zweiwöchige Vollsperrung der Brücke halten.

Das Tiefbauamt unternimmt derzeit alles, um diese Vollsperrung mit Maßnahmen von Straßen.NRW am „Endenicher Ei“ zu koordinieren, wo mit Beginn der Sommerferien die Anschlussstellen gesperrt werden sollen. Beide Projekte bedeuten einen solchen Eingriff in den innerstädtischen Verkehr, dass sie nicht parallel stattfinden können, zumal die Route über das „Endenicher Ei“ eine potentielle Umleitungsstrecke für die gesperrte Viktoriabrücke darstellt. Die Vollsperrung der Viktoriabrücke ist nach heutigem Stand in die Zeit vom 19. Juni bis zum 3. Juli 2020 vorgesehen.

 

Warum wird vollgesperrt?

Der eigentliche Abbruch der Westseite der Brücke – auf der derzeit der Verkehr fließt - erfolgt unter Nutzung genehmigter DB-Sperrpausen im kommenden August. Um diesen Termin zu erreichen, muss zwingend noch vor den Sommerferien mit ersten Abbrucharbeiten an der Betonbeschichtung der Westseite begonnen werden. Ab diesem Zeitpunkt wird die Westseite der Brücke nicht mehr nutzbar sein.

Zwar wird derzeit alles versucht, die Arbeiten auf der derzeit im Bau befindlichen Ostseite, auf die der Verkehr dann umgelegt werden soll, voranzutreiben, beispielsweise durch den Einsatz von Zelten als Schutz für witterungsbedingte Arbeiten und schwerem Gerät, jedoch wird diese Brückenhälfte noch nicht zur Verfügung stehen, wenn die Arbeiten auf der Westseite beginnen. Die Folge ist die Vollsperrung der Brücke für einen Zeitraum von etwa zwei Wochen.

Umleitung für die Vollsperrung

Für die Vollsperrung ist eine Umleitung die Strecke Am Propsthof - Auf dem Hügel, vorgesehen. Diese hatte sich bereits bei den bisherigen, kurzzeitigen Sperrungen bewährt. Dafür wird die Strecke für diesen Zeitraum von allen planbaren Straßenbaustellen freigehalten. Außerdem wird momentan geprüft, ob die Ampelanlagen im Verlauf der Umleitungsstrecke noch optimiert werden können. Als weitere Alternative steht die A565 am Endenicher Ei zur Verfügung, sofern es gelingt, die Vollsperrung der Viktoriabrücke mit den Maßnahmen von Straßen.NRW zu koordinieren.

Mehrkosten durch Umplanung

Trotz der Vollsperrung im Sommer 2020 steht der Zeitplan für die Fertigstellung immer noch unter der Prämisse, dass die weiteren Sperrpausen erreicht werden, das Planfeststellungsverfahren für die Rampe ohne Verzögerungen verläuft und sich die Folgen der Corona-Krise nicht weiter potenzieren. Umplanung und Arbeitsverdichtung werden voraussichtlich Mehrkosten in sechsstelliger Höhe für das derzeit noch mit 45 Millionen Euro kalkulierte Gesamtprojekt bedeuten.

   

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